Wissen und Können in mittelständischen Unternehmen sichern! – Impressionen der Mainzer Personal-Gespräche

Das Fachkräfteforum Mainz startete gemeinsam mit der Referentin Anke Schiffer-Chollet am 20.02 erfolgreich ins Jahr 2019 mit der ersten Veranstaltung im Rahmen der Mainzer Personal-Gespräche mit dem Thema „Wissen und Können in mittelständischen Unternehmen sichern!“

Nach einer kurzen Einführung mit Projektvorstellung und Förderhinweisen durch Projektleiter Torben Anschau übernahm Anke Schiffer-Chollet als Referentin das Wort. Die Referentin ist eine für unternehmensWert:Mensch akkredierte Beraterin und führte als Expertin im Bereich Wissensmanagement in Unternehmen die Teilnehmenden durch den Abend.

Zu Beginn stellten sich die Teilnehmenden in einer „etwas anderen“ Vorstellungsrunde vor: Die Referentin stellte an die Teilnehmenden einige Fragen wie Unternehmensgröße oder -Sitz, zu denen sie sich entsprechend aufstellen sollten. Auf dieser Basis lernten sich die Teilnehmenden schnell untereinander kennen, was die Veranstaltung im Folgenden sehr gut auflockerte.

Nach diesem auflockernden Element bat
Anke Schiffer-Chollet die Teilnehmenden darum, sich gegenseitig zu erklären, wie man Fahrrad fährt. Auf Basis dieser interaktiven Übung leitete die Referentin zu ihrem Vortrag über. Zunächst versuchte sie den Wissensbegriff zu erschließen. Hierzu erklärte sie den Teilnehmenden die unterschiedlichen Wissensformen. Mithilfe eines Eisbergmodells zeigte Anke Schiffer-Chollet, dass es implizites und explizites Wissen gibt und der Großteil unseres Wissens verborgenes, also implizites Wissen darstellt. Darüber hinaus zeigte die Referentin den Teilnehmenden in welchen Fällen es zu einem Wissensverlust in Unternehmen kommen kann (bspw. bei einem Renteneintritt, Krankheit oder Umstrukturierung).

Auch auf die Folgen eines Wissensverlustes für ein Unternehmen machte Anke Schiffer-Chollet aufmerksam. Interne Geschäftsabläufe können beispielsweise behindert werden oder es kommt zur Beeinträchtigung von Qualität und Kosten. Nach dem inhaltlichen Input startete die Referentin ein Experiment unter dem Titel „Zukunftsvision“ mit den Teilnehmenden. Die Teilnehmenden sollten sich das Szenario vorstellen, dass sie kurz vor der Rente stehen und ein Nachfolger oder eine Nachfolgerin an ihre Wissensschätze möchte. Die Teilnehmenden sollten sich überlegen, was passieren müsste, damit sie ihr Erfahrungswissen weitergeben und wie konkret diese Situation aussehen müsste. In einem regen Austausch zwischen den Teilnehmenden wurden einige Ergebnisse gesammelt, die Projektmitarbeiter Salim Özdemir auf einem Flipchart sammelte. Wertschätzung, Vertrauen, Zeit, Motivation, Nutzen sowie ein gemeinsames Fundament bzw. eine gemeinsame Sprache wurden von den Teilnehmenden als wichtige Voraussetzungen für einen Wissensaustausch genannt.


Nach einer kurzen Pause stellte Anke Schiffer-Chollet den Teilnehmenden Strategien vor, um in einem Unternehmen erfolgreich Wissen einerseits zu sichern und andererseits weiterzugeben (Wissensmanagement). Auch die Teilnehmenden konnten ihre Ideen und Erfahrungen einbringen und diese im Plenum diskutieren. Die Ergebnisse wurden an einer Pinnwand veranschaulicht. Hierbei kann zwischen strukturierenden und aktivierenden Vorgehensweisen unterschieden werden. Eine Wissensmatrix oder eine Bibliothek zählen beispielsweise zu strukturierenden Vorgehensweisen. Eine Netzwerkanalyse oder ein Lern-Tandem zählen beispielsweise zu den aktivierenden Vorgehensweisen.
Abschließend präsentierte die Referentin den Teilnehmenden die Vorteile eines organisierten Wissensaustauschs für ein Unternehmen. Ein
organisierter Wissensaustausch führe beispielsweise zu höherer Transparenz in Funktionen und Arbeitsabläufen.

Anke Schiffer-Chollet beendete die Veranstaltung und bedankte sich für die tolle und intensive Mitarbeit der Teilnehmenden.

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